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Friday, 26 October 2012

Stellt euch vor hier wäre ein origineller Titel zu diesem Beitrag

Nach meinem Aufenthalt in Island Bay war es soweit: Meine erste Wohnung, allerdings nur zur Zwischenmiete. Durch eine Bekannte bekam ich ein Zimmer in einer lustigen, munteren Hippiekommune in Mount Cook, direkt neben der Uni. Dort wurde gekocht, gequatscht, wieder gekocht, draußen am Feuer gesessen und außerdem....ja, gekocht. Und wenn nicht gekocht wurde, wurde gebacken. Das war sehr großartig dort, wenn auch manchmal ein wenig überfüllt.
Das Haus war eine dieser netten alten Villen, die hier das Stadtbild prägen, und sogar trocken und warm (was echt selten ist in dieser Stadt, fast alles ist feucht und kalt oder schimmlig und noch kälter - lernt endlich bauen!).
Hatte 4 Zimmer, ne Wohnküche und noch ein 5. Zimmer im Hinterhaus mit insgesamt 7 Leuten, die da gewohnt haben auf geschätzten 100 m². Das wäre selbst für europäische Verhältnisse wenig Raum, aber so ist es in dieser Stadt. Wellington gilt als die Stadt mit den höchsten Mietpreisen, und das glaubt man auch sofort. Ist sogar noch teurer als Bonn und das in einem Land, wo es eins zuhauf gibt: Land. Außer hier. Da ist guter Raum teuer.
Dennoch, das Leben in der Hippiekommune war lustig, leider zeitlich befristet, aber da machste nix. Danach ging es dann in meine erste wirkliche Wohnung, geteilt mit einem Kiwi-Mädel, in Mount Victoria. 5 Minuten vom Zentrum entfernt, sehr praktisch.
Der Job hatte sich mittlerweile als sehr...scheiße entpuppt. Mein Boss ist nicht bloss exzentrisch, sondern ein extrem frustrierter alter Typ, der den ganzen Tag nichts besseres zu tun hat, als alles und jedem auf die Finger zu schauen und rumzumeckern, wenn da jetzt ein Kissen 2 Zentimeter zu weit rechts platziert wurde und ähnliches. Die Sorte alter Mann, der die Polizei ruft, wenn einer vor seiner Tür falsch parkt, auch wenn er niemanden blockiert, sondern 2 cm zu weit auf der weißen Linie steht. Was so ein Typ als Besitzer eines Gasthauses macht, ist mir ziemlich schleierhaft. Der ist nicht nur zu mir so, sondern auch zu den Gästen teilweise. Verrückt. Da hilft nur Ignoranz und weiter nach anderen Jobs gucken.

Ansonsten habe ich das Wellingtoner Nachtleben erkundet, das ziemlich viel bietet wie Pubs, Discos, Livemusik, Straßenmusik usw. Ja, das ist ziemlich amüsant am Wochenende (Montags und Dienstags relativ tot, aber ab Mittwoch geht das Ganze wieder los). Und es gibt viele tolle Märkte. Ausgefallene Künstlermärkte, Nachtmärkte mit Spezialitäten aus aller Welt und natürlich die Bauernmärkte, wo man endlich, ENDLICH mal frisches Obst und Gemüse zu erschwinglichen Preisen bekommt.
Und ein paar kleinere Exkursionen habe ich auch unternommen.
Einmal ganz nach oben auf den mount Victoria Lookout, von wo aus man über Wellington gucken kann.

Auf halbem Weg, Blick über Oriental Bay:


Der Hafen und das Stadtzentrum:


Der Flughafen:



Ja, nach Mount Victoria ging die lustige Spazierfahrt weiter Richtung Seatoun. Da wurde mir dann klar, was "moving houses" im Extremfall bedeutet:



Das muss wahre Liebe sein, die der Eigentümer dieses Hauses für sein Domizil empfindet!
Bei einem Strandspaziergang stieß ich dann noch auf eine Strandparty in irgendeinem x-beliebigen Bootsschuppen. Weil die Kiwis so gastfreundlich sind, wird man als Passant eingeladen auf ein Bier und Crayfish, den sie selbst gefangen hatten. Das war ne nette Sache. Aufwärmen konnte man sich im übrigen an der brennenden Ghettotonne, das gehört einfach mal erwähnt an dieser Stelle.

Sooo, ja, das war soweit das nächste Kapitel Wellington.
Beim nächsten Mal....ja...mal gucken, worum es dann geht, weiß ich jetzt auch noch nicht, was ich mir bis dahin so ausgedacht habe ;-)

1 comment:

  1. Cooler Beitrag! Hat Spass gemacht zu lesen:-)

    Grüße aus Bonn
    G

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