Nach einem Zwischnestop in Christchurch waren wir dann zu dritt unterwegs.
Hauptsache wieder raus aus Christchurch, das wir alle echt nicht liebgewinnen konnten. War bestimmt mal ne schöne Stadt, ist aber immer noch ziemlich kaputt nach dem großen Erdbeben vor einem Jahr.
Also ab, weiter geht das Advanture mit Hazel, der Familienkutsche mit Charakter. Zu dritt im Heck wird kuschelig!
Teil 7: Komfortabler Campingplatz nach Kiwi-Art
Nach einem unruhigen Morgen direkt an einer belebten Straße ging es weiter in Richtung Lake Tekapo. Das Panorama auf der Fahrt war mal wieder sehr schön anzuschauen!
Es schwankte von Toskanaartigen Landschaften hin zu Geröllwüsten mit Hügeln und klaren Bergseen:
Der Lake Tekapo ist ein türkisblauer Bergsee inmitten karger Berge (naja, Hügel) mit total klarem Wasser, wie in allen Seen und Bächen hier eigentlich.
Erstaunlich war der Wind, der über den See ans Ufer peitschte. Wir konnten kaum Gemüse schneiden zum Kochen, so windig war´s da. Der Wind war leider auch kalt, so dass die Mahlzeit zeitig beendet werden musste.
Schön war es trotzdem dort, sogar mit Regenbogen!
Die Unterkunft für die Nacht sollte der Zeltplatz am Lake McGregor werden. Einer der DOC-Zelplätze mit naja, Mindestversorgung, also Plumpsklo, Mülltonnen und manchmal fließendem Wasser (hier allerdings nicht).
Ein besonderes Erlebnis waren die Duschkabinen: Dort war ein Seil befestigt - mit einem Haken, an den man einen Eimer mit Wasser hängen konnte (wohl aus dem See?). Ein wahres Outdoor-Erlebnis! Das Bild dazu ist im Kuriositätenbereich zu finden.
Teil 8: Jack the Shephard
Aufwachen am Lake MacGregor: Die Sonne scheint (einigermaßen), Enten watscheln ums Auto und vor uns liegt der glasklare See vor den Bergen, an deren Hängen sich die Wolken ins Tal ergießen. Hier sollte man sein Haus hinbauen!
Wir hingegen nahmen mit unserem mobilen Haus Kurs zurück Richtung Lake Tekapo, um ein bisschen zu wandern.
Zuerst besichtigten wir die Church of the Good Shephard (vielleicht hieß er ja Jack?), die zu Ehren aller Schafhirten Neuseelands errichtet wurde, um ihre gefährliche Arbeit zu würdigen - draußen in der Wildnis im launischen Wetter der Berge. Die Kirche ist zwar schon älter, aber die Sache mit der Wildnis und dem Klima ist bestimmt immer noch ne Herausforderung - um Lake Tekapo ist nämlich echt nicht viel herum an Zivilisation.
Im Anschluß nahmen wir einen Wanderweg am Westufer (? , naja der See war rechts von uns), der uns relativ bald auf einen der umliegenden Berge führte, von wo aus man einen tollen Ausblick auf den See hatte. In entgegengesetzte Richtung allerdings war nur braungelbe Pampa und ein Plateau zu sehen, die für mich die Frage beantworteten, wie wohl das Wort Einöde entstanden sein mag.
So richtig häßlich war´s zwar nicht, aber mal "nicht der schönste Platz der Erde", mal was ganz Neues!Bei Sonnenschein sieht´s bestimmt besser aus.
Oben auf dem Berg gab es ein Café und eine Sternwarte. Wir hatten viel Glück: Der Typ, der in der Sternwarte arbeitet (der Sternwärter?) war zufällig da und hat uns eine Privatführung gegeben - ganz umsonst und mit aller Seelenruhe, wie sie nur einer haben kann, der nachts arbeitet und mit dem Tag nichts anzufangen weiß, als über die Nacht zu reden.
So haben wir dann das Teleskop gezeigt bekommen und ein paar Bilder und Videos des Sternenhimmels und der aurora australis. Sehr schön!
Video vom Sternenhimmel
(sorry, das mit dem Video einfügen hat nicht funktioniert)
Die haben auch nen youtube-channel, falls es irgendwen interessiert:
Sternwarte Lake Tekapo
Nach dem schweißtreibenden Tag im kühlen Wind gönnten wir uns Abends ein Bad im Alpine Spa. Die Schwimmbecken waren draußen und es hat geregnet, was aber egal war, weil das Wasser heiß und man ja sowieso naß war.
Außerdem hatten wir seit Tagen keinen Schlafplatz mit Dusche, so dass wir uns aus dem Hygienseits retten und wieder in soziale Strukturen eingliedern konnten.
Da das Spa teuer war, brauchten wir für die Nacht einen kostenfreien Schlafplatz, den wir auf einem Parkplatz am Lake Pukaki fanden.
Teil 8: To be sightseen
Der Morgen am Lake Pukaki war alles andere als erfreulich: Regen, Regen und noch mehr Regen.
Zum Glück gab es das verlassene Besucherzentrum mit Vordach, in dem wir dann unser Frühstücksbuffet aufbauten:
Ein israelisches Pärchen aus dem Nachbarvan fand unsere Idee offensichtlich gut und kam dazu.
Das einzig Nervige war, dass auf dem Parkplatz so alle 20 Minuten irgendwelche Tourbusse jeweils 40-50 Touristen ausspuckten, die dann um uns herumliefen, weil sie ja nicht wissen konnten, dass das Infozentrum geschlossen war. Für einige waren wir wohl ne ziemliche Attraktion, wir wurden bestimmt von ein paar Asiaten fotografiert beim Frühstück.
Nach dem Frühstück fuhren wir weiter Richtung Süden und machten in Twizel halt, weil das wie eine größere Stadt auf der Landkarte aussah. War aber nicht.
Aber man konnte spazieren gehen. Und in Twizel sieht´s aus wie in der Eifel (zumindest im Panorama, die Details sind schon anders) :
So, das soll erstmal reichen an Reisefreizeitberichterstattung.
Muss erstmal noch ein paar Bilder verkleiner und so.
Viele Grüße nach Good Old Germany, wo nun bald der Frühling beginnt!
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