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Monday, 20 February 2012

Road Trip: Nördliche Südinsel

So, hier nun nach einer Woche ein Bericht über den Roadtrip im nördlichen Teil der Südinsel. Etwas länger, aber war ja auch viel zu tun. 
 

Teil 1: Mit dem Van am Strand schlafen!?

Am ersten Tag des Road Trips - ich glaub es war der 13.2.2012 - standen für meine Mitreisende Alex und mich vor allem zwei Dinge fest:
1. Raus aus Christchurch!
2. Der Van muss am Strand geparkt werden, um darin zu schlafen und morgens zum Rauschen der Wellen den Sonnenaufgang zu erleben, ist ja schließlich an der Ostküste.

Teil 1 erfüllte sich wie von selbst. Nachmittags losgefahren Richtung Norden, mehr oder weniger an der Küste entlang Richtung Kaikoura. Sollte ich noch raffen, wie man ne Karte hier einfügt mit der Wegstrecke, werde ich das tun. Falls nicht - wen´s interessiert, der schaue bitte selbst, google maps kann das auch.
Irgendwann nach nicht ganz so langer Zeit wurde es dann dunkel. Wir wollten noch ein paar Kilometer schaffen, also sind wir weiter gefahren.
Das Ziel war ja der Strand, also versuchten wir uns in Richtung Osten zu halten auf den Nebenstraßen des Highways. Klappte auch mehr oder weniger.
Was wir nicht wussten: Entfernungsangaben auf Schildern in Neuseeland sind noch gröbere Schätzungen als in der Eifel (was sich an der realen Gesamtkilometerzahl unseres Roadtrips im Verhältnis zur erwarteten noch zeigen sollte). Die Schilder werden immer rarer. Und der Strand war einfach weiter weg als gedacht.
Irgendwann hatten wir keine Lust mehr und parkten einfach in ner Feldeinfahrt neben ein paar Bäumen. Das Rauschen der Blätter im Wind sollte dann halt für die Nacht unser Meer sein.
Morgens sind wir dann ungefähr hier aufgewacht:





Nach einer erholsamen Nacht in Hazel, dem Van mit Charakter, ging es dann weiter nach Norden, immer schön an der Küste entlang .

Hinter Kaikoura stießen wir spontan auf eine große Gruppe Seehunde. Die waren zum Glück sehr friedlich und faul, so dass wir zum Fotografieren ganz nahe ran konnten.
Das war echt ein einmaliges Erlebnis. Ich kannte Seehunde bisher nur aus dem Fernsehen und dem Zoo, und dann direkt wenige Meter von ihnen entfernt am Strand zu sitzen ist schon ne coole Sache.
Abends dann in Blenheim untergekommen. Hostel hatte leider schon zu, daher wieder mal auf der Straße parken. Das ist in Neuseeland übrigens nicht gern gesehen bis verboten.
Aber man weiß ja: Es kommt nicht drauf an, ob etwas verboten ist, sondern darauf, dass man sich nicht erwischen lässt.





 Teil 2: Wie Hazel die Puste ausging und warum MacDonald´s Leben rettet


Morgens hieß es dann schnell aufbrechen. Zum einen wollten wir noch schnell heimlich im Hostel Zähne putzen und Katzenwäsche machen, bevor die Rezeption besetzt ist und zum anderen standen wir ja offensichtlich im Auto schlafend herum.
Leider kam der Typ von der Rezeption gerade an, als wir aufgestanden waren. Pech gehabt, Teil eins.
Dann schlug Alex vor, wir könnten uns bei MacDonald´s frisch machen, hätte sie auch schon mal in Australien gemacht, ginge gut, weil die Klos da nicht so fies seien wie in Deutschland und Neuseeland ähnlich sauber ist (hier ist es echt verdammt sauber!).
Hazel, unser Van, wollte aber anders. Die Batterie wollte nicht mehr. Gar nicht mehr. Nicht mal mehr die Zentralverriegelung funktionerte. Zum Glück sind die Kiwis überaus hilfsbereite und freundliche Zeitgenossen, so dass wir direkt das erste vorbei fahrende Auto anhalten konnten und Starthilfe bekamen.
Also weiter zu Mäckes. Und in der Tat: Sauber wie geleckt. Phantastisch. Da gibt´s nicht nur ein geräumiges und intimes Pflegeseparée für Menschen mit körperlicher Beeinträchtigung und ranzige Touristen, die im Van leben, sondern auch gratis WLAN. Endlich was Gutes an MacDonald´s!
Und der Kaffee ist hier auch gut. Serviert in Porzellantassen, liebevoll dekoriert mit Mustern aus Kakaopulver. Hier geht alles etwas langsamer, aber dafür gemütlich. Gute Menschen hier (bis auf die Klofrau).

Nach der Pflege- und Internetsession ging es dann weiter in Richtung Nelson über den Queen Charlotte Scenic Drive. Was auf der Karte nach einer gemütlichen ca. 50 Kilometer langen Spazierfahrt mit schöner Aussicht aussah, entpuppte sich als ziemlich haarige Serpentinenstrecke über gut 70-80 km. Naja. Die Aussicht war allerdings in der Tat atemberaubend!
Der Blick ging direkt runter auf die Marlborough Sounds, so einer Art Fjordlandschaft.
Was hier aussieht wie nördlich anmutende Fjorde mit Tannen ist allerdings ein kleines Subtropenparadies. Hier stehen keine Nadelbäume, nein, hier blüht üppigstes Grün,  farbenprächtige Blumen und riesige Farnpalmen und die schwül-heiße Luft ist erfüllt vom Zirpen und Knattern Abertausender Zikaden.
Hier ein paar Bilder, die wie immer nicht annähernd die Realität widerspiegeln können:




So, der Rest kommt in einen weiteren Post, entweder später oder an einem anderen Tag. Sitze gerade wieder im "Lebensretter" MacDonald´s mit Free Wifi. Die gucken langsam ein bisschen komisch, weil ich hier echt schon länger sitze. So lange war ich noch nie in nem MacDonald´s. Aber ich hatte wohl bisher auch immer Internet zu Hause...

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