Fertig mit Arbeit in Te Anau seit dem 10.!
Hat aber auch echt gereicht jetzt mit
diesem Ort.
Bevor es endgültig weiter nach Süden geht,
wollten Elisa und Steffi, mit denen ich weiter fahre, erst noch den Kepler
Track laufen. Hab ich ja schon, also bin ich dem Tipp eines Kollegen gefolgt
und nach Manapouri gefahren. Da gibt es schöne Wanderwege durch Wald, Sumpf und
Strände, sagt er.
Also bin ich dem Rat gefolgt, und
tatsächlich war das ein sehr schöner Weg:
Mit Swingbridges (schwingenden Brücken, die
bisweilen etwas abenteuerlich anmuten) und auch Holzstegen wie im Hohen Venn,
die über Sumpfgebiete führten.
Gegen Abend erreichte ich dann die Hütte,
die an diesem schönen Strand des Lake Manapouri lag:
Und morgens sah
es da so aus:
Abends jedenfalls saßen 5 Kerle aus
Invercargill dort, die die einsame Wanderhütte zum Pub umfunktioniert hatten,
Bier tranken und Poker spielten.
Da die Hütte am See lag, waren sie mit
ihrem Boot rüber gekommen übers Osterwochenende und haben geangelt und gejagt.
Jagd- und Waffenschein sind hier im übrigen ziemlich einfach und billig zu
bekommen, und wenn man das hat, darf man einfach in den Wald gehen und alles
ohne Schonfrist abschiessen, was jemals eingeschleppt wurde und die endemische
Natur stört, also Wild, Possums und so weiter.
War ein lustiger Abend im "Pub",
wurde zum Bier trinken eingeladen und habe Karten gespielt. Die kennen hier
auch das Kartenspiel Arschloch, wird hier allerdings mit nem großen Kartenspiel
gespielt und heißt hier Kings and Assholes.
Die Nacht war kurz, seeeehr kurz, da einer
der Typen so unfassbar geschnarcht hat, dass man ihn selbst mit Ohrenstöpseln
nicht ignorieren konnte und alle irgendwann zu müßig wurden, ihn anzustupsen
oder zu bewerfen. Außerdem war diese Hütte ein bevorzugter Lebensraum meines
neuseeländischen Lieblingsinsekts, der Sandfly. Ich glaub, ich hab zwei Dutzend
Bisse kassiert. Mindestens. Miese Höllenbrut.
Am nächsten Tag bin ich mit einem Mädel,
das auch in der Hütte war, wieder zurück gelaufen, aber auf einem andren Weg.
Da gab es eine tolle Wirebridge, einfach
mal 3 Seile, über die man über einen Fluss balancieren musste:
Der Wanderweg wurde mit der Zeit eh immer
anstrengender und anspruchsvoller. Überall waren umgestürzte dicke Bäume,
manchmal auch mehrere übereinander. Alles war glitschig vom Regen der letzten
Nacht, was die ganze Sache nicht einfacher machte.
War ein interessanter Wanderweg, der
erforderte mal Kletter- und Navigationskunst.
Nach 6 Stunden allerdings echt anstrengend, allein von der Konzentration
her.
Achja, noch so ein tolles Ding hier im
Fiordland, auch auf diesem Track:
Es gibt hier überall unglaublich viele
Pilze. Große Pilze, kleine Pilze, braune, weiße, grüne, lila, rote Pilze, die
man immer in sehr großer Anzahl findet. Hab noch nie irgendwo so viele Pilze
gesehen wie hier.
Darum hier eine kleine Auswahl:
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